16.11.2010 : Stellungnahme SVS zum K-Tipp

Die Titelgeschichte der neuesten Ausgabe des K-Tipp lautet «Spielzeug: Gefahr für kleine Kinder». Der Artikel beruht auf dem neuesten Testbericht der deutschen Stiftung Warentest, welche 50 Spielsachen auf Giftstoffe untersucht hat. K-Tipp schreibt im Artikel, wie Konsumenten beim Spielzeug-Kauf auf Nummer sicher gehen. Der Spielwaren Verband Schweiz SVS nimmt dazu Stellung.

Der Spielwaren Verband Schweiz SVS begrüsst grundsätzlich jede Initiative, welche die Sicherheit von Spielzeug erhöht.  Kinder gehören zu den besonders schützenswerten Personen unserer Gesellschaft. Die Sicherheit von Spielzeug ist im Vergleich zu anderen Konsumgütern mit grossem Abstand am umfassendsten geregelt – auch in der Schweiz. Für die EU haben führende Toxikologen die europäischen Normen zur Spielzeugsicherheit mit 200 Seiten speziellen Sicherheitsbestimmungen für Spielzeug ergänzt.

Unnötige Verunsicherung der Konsumenten
Der neueste Testbericht der deutschen Stiftung Warentest basiert auf willkürlich festgelegten Grenzwerten. Er vermittelt den Eindruck, die bestehenden Gesetze seien nicht streng genug und führt daher zu einer unnötigen Verunsicherung der Konsumenten. Die Aussage von Stiftung Warentest, die Grenzwerte seien meist viel zu hoch, ist irreführend. Die Beurteilung „kein Holzspielzeug ist schadstofffrei“ übersieht, dass Holz ein Naturprodukt ist. Unbehandeltes Holz enthält ca. 4-6 mg Formaldehyd je Kilogramm Holz.

Der SVS ist der Ansicht, dass sich Urteile über die Sicherheit von Spielzeug nur auf der Basis von rechtlich gültigen Grenzwerte fällen lassen. Der Bericht der deutschen Stiftung Warentest bezieht sich auf die in Deutschland geltenden Gesetze. Deshalb verweist der SVS diesbezüglich auf die Stellungnahme des deutschen Verbandes DVSI.

Zurück