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Stadt des Verbrechens wird Spiel des Jahres 2021

19.07.2021

MicroMacro: Crime City ist das "Spiel des Jahres 2021". Die Kritiker-Jury hat das kooperative Kriminalspiel in Berlin ausgezeichnet. In der Kategorie "Kennerspiel" setzte sich "Paleo" durch.

 

 

Er wolle, so betonte der Juryvorsitzende Harald Schrapers in seiner Eröffnungsrede zur Preisverleihung, die Pandemie nicht schönfärben. Dennoch müsse man feststellen, „dass das analoge Spiel boomt, denn die Nachfrage steigt weltweit. Im letzten Jahr war es sogar mehr als ein Boom, denn die Nachfrage ging förmlich durch die Decke.“ Die Menschen sehnten sich nach Gemeinschaftserlebnissen. „Was kann es da Schöneres geben, als ein spannendes Gesellschaftsspiel?“ So sei die diesjährige Preisverleihung vielleicht „eine der wichtigsten Preisverleihungen überhaupt. Denn wir sind davon überzeugt, dass viele Menschen ihrer im Lockdown neu oder wiederentdeckten Liebe zum Brettspiel treu bleiben – und nun auf Neues gespannt sind.“

Wimmelbild mit Mord

Spiel des Jahres wurde „MicroMacro: Crime City“ des Autors Johannes Sich, erschienen bei Edition Spielwiese und Pegasus Spiele. Darin geht es darum, auf einem großen, in Comic-Stil gezeichneten Wimmelbild-Poster, anhand von Tipp-Karten diverse Verbrechen nachzuverfolgen. „Da ist noch ein bisschen mehr drin“, kündigt Sich an. „Vor allem für die Zukunft haben wir da noch einige kleine Sachen versteckt.“ In der Jurybegründung heisst es: „Wenn sich die Spieler:innen über den Tisch beugen, um in der Szenerie zu versinken, dann herrscht knisternde Spannung im Raum.“

In der Schweiz vertritt die Max Bersinger AG Pegasus Spiele.

Als Gruppe in die Steinzeit

Als Kennerspiel des Jahres zeichnete die Jury das kooperative Steinzeit-Abenteuer „Paleo“ des Autors Peter Rustemeyer aus, erschienen im Hans-im-Glück-Verlag. „Wir haben relativ früh im Prototyp festgestellt, dass die Leute den Mund aufmachen und darüber reden, was sie da tun“, so Rustemeyer über den kooperativen Mechanismus. „Und das findet noch sehr viel mehr statt, wenn man das gemeinsam macht.“ In der Jurybegründung heißt es: „‚Paleo‘ gelingt es auf außergewöhnliche Weise, dynamische Geschichten und Bilder in den Köpfen der Gruppe entstehen zu lassen, die noch lange nach Spielende nachhallen.“

In der Schweiz vertritt die Carletto AG den Hans-im-Glück-Verlag.