Schweizer Spielwarenmarkt 2025: Kräftiges Wachstum dank Bausteinen und Sammelfieber
05.02.2026
Der Schweizer Spielwarenmarkt 2025 übertrifft die Erwartungen. Mit einem Umsatzplus von 5.7 % und einem deutlichen Zuwachs bei den verkauften Stückzahlen trotzt die Branche der allgemeinen Konsumzurückhaltung. Besonders Spiele, Puzzles und die ungebrochene Beliebtheit von Marken wie Lego und Pokémon treiben den Markt auf ein Gesamtvolumen von 555 Millionen Franken.
Nach den Schätzungen von NIQ beläuft sich der Gesamtmarkt für traditionelle Spielwaren in der Schweiz im Jahr 2025 auf 555 Millionen CHF. Dies entspricht einem wertmässigen Wachstum von 5.7 % im Vergleich zum Vorjahr. Bemerkenswert ist, dass die Nachfrage in Mengen noch stärker gestiegen ist: Die Anzahl der verkauften Spielsachen legte um 6.8 % zu. Dieser Zuwachs ist unter anderem auf vermehrte Online-Käufe (+13 % vs. stationär +2 %) innerhalb der Schweiz sowie eine starke Performance von Top-Marken wie Lego und Pokémon zurückzuführen.
«Vermutlich haben viele Konsumentinnen und Konsumenten erkannt, dass die Qualität und Sicherheit von Spielwaren in der Schweiz viel höher ist, als auf asiatischen Plattformen», sagt Hans-Christian von der Crone, Präsident des Spielwaren Verbandes Schweiz (SVS). «Die zahlreichen Tests mit einem erschreckend grossen Anteil an mangelhaften und sicherheitsbedenklichen Spielwaren von chinesischen Online-Anbietern mit fast täglich negativen Schlagzeilen in den Medien zeigen Wirkung», ist von der Crone überzeugt.
Die Gewinner und Verlierer im Detail
Das Jahr 2025 war geprägt von einer hohen Nachfrage nach gemeinschaftlichen Erlebnissen und Sammelobjekten. Spiele und Puzzles sind mit einem beeindruckenden Plus von 16.9 % beim Umsatz die klaren Spitzenreiter des Jahres. Die Kategorie Bausteine wuchs wertmässig um 13.7 %. Der Bereich bleibt ein Eckpfeiler des Marktes, zumal mehr als jedes vierte in der Schweiz verkaufte Spielzeug dazu gehört. Auch Sammelfiguren und Zubehör verzeichneten einen zweistelligen Zuwachs von 11.3 %.
Weniger gefragt waren im vergangenen Jahr hingegen Puppen (Umsatzrückgang von 6.9 %) sowie Spielzeugfahrzeuge, die ein Minus von 5.1 % hinnehmen mussten.
Markttrends: Online-Handel und Preisentwicklung
Der Trend zum Online-Shopping hielt auch 2025 an und stützte das positive Gesamtergebnis. Interessant ist dabei die Preisdynamik: Während die Absatzmenge deutlich stieg (+6.8 %), sank der durchschnittliche Preis pro verkauftem Spielzeug leicht um 1.1 %. Dies deutet auf attraktive Angebote im Handel oder eine Verschiebung hin zu preiswerteren Mitnahmeartikeln im Sammelbereich hin.
Über die Erhebung Die vorliegenden Daten basieren auf der Gesamtmarktschätzung von NIQ sowie dem GfK Panelmarket, der rund 67 % des Schweizer Spielwarenmarktes abdeckt. Berücksichtigt werden Verkäufe an Points of Sale in der Schweiz sowie über .ch-Domains.